Die wissenschaftlichen Texte und Publikationen

Wer im Onlinebuchhandel stöbert, wird auf die verschiedenen Textsorten aufmerksam:
Es gibt die Fachbücher und die belletristischen Werke, die Jugendbücher und die Kinderbücher, Bildbände und viele weitere Bucharten bzw. Textsorten.

Doch auch innerhalb der wissenschaftlichen Publikationen gibt es diverse Textarten, mit denen ein Student oder ein Wissenschaftler konfrontiert wird. Sie alle stellen unterschiedliche Anforderungen an Umfang, Darstellung der Ergebnisse, Professionalität des Schreibens und Gestaltung des Textes. 

Bachelor- und Masterarbeit

Ein Student schreibt nicht nur am Ende seines Studiums die Bachelorarbeit bzw. nach einem Aufbaustudium die Masterarbeit.

Während der Studienzeit werden Studien- und Hausarbeiten fällig, die zwar einen geringeren Stellenwert haben als die Abschlussarbeiten, dennoch aber detailliert verfasst werden müssen und dem wissenschaftlichen Anspruch an derlei Arbeiten genügen sollen.

Weitaus anspruchsvoller sind dann die Dissertation und die Habilitation. Viele Autoren verlassen sich nicht allein auf ihr Können, sondern setzen in erster Linie auf die Hilfe von externen Profis.

Hier kommt dann ein Korrektorat oder Wissenschaftslektorat zum Einsatz, teilweise wird auf die Hilfe eines Coachs gesetzt, wenn sich zum Beispiel Schreibblockaden zeigen.

Auch bei der Vermarktung müssen Profis helfen, die sich um die Verlegung kümmern. Teilweise überschneiden sich die Arbeitsbereiche der einzelnen Personen und Ansprechpartner, die zu erbringenden Leistungen müssen daher genau definiert sein. 

Weitere Textsorten sind Monografien und Zeitschriftenartikel, die aber meist nicht von Studenten, sondern eher von Doktoranden, Habilitanden oder gestandenen Wissenschaftlern verfasst werden.
Doch auch diese greifen auf die Hilfe von Freiberuflern zurück, mit deren Hilfe sie den Texten den letzten Schliff verpassen. 

Kurze Übersicht über die wissenschaftliche Textsorten:


Seminar- und Hausarbeiten


- kurze, wissenschaftliche Arbeiten
- verfolgen einen Übungszweck
- nicht zitierfähig

Bachelor- und Masterarbeiten

- Abschlussarbeiten zur Beendigung des Studiums
- zitierfähig
Tipp:
Bachelorarbeit korrigieren
Masterarbeit korrigieren

Dissertationen


- wissenschaftliche Arbeiten an der Hochschule
- hoher Eigenanteil gefordert
- hoher Erkenntnisgewinn zu erkennen
- müssen gebunden und mehrfach gedruckt werden
- werden der Bibliothek zur Verfügung gestellt
- zitierfähig
Tipp:
Doktorarbeit korrigieren bzw.
Dissertation korrigieren

Monografien


- wissenschaftliche Arbeiten zu einem Themenkomplex
- umfangreich
- oft als Standardwerk zu einzelnen Fachbereichen bezeichne

Zeitschriftenaufsätze


- gelten als Quellen für wissenschaftliche Arbeiten
- beinhalten oft wissenschaftliche Diskussionen
- gehören standardmäßig zur Uni-Bibliothek

Forschungsberichte


- wissenschaftliche Arbeiten aus Hochschulinstituten
- Veröffentlichungen von Forschungseinrichtungen
- meist kostenpflichtig einzulesen
- erscheinen oft als Zusammenfassungen in Fachzeitschriften

Abstract


- Zusammenfassung eines Textes
- angegeben werden Thema und Fragestellung, Hauptthesen, Ergebnisse
- enthält keine Wertung
- nicht länger als 100 bis 200 Wörter
- dienen als Orientierungshilfe für die weitere Arbeit

Rezension


- Besprechung einer wissenschaftlichen Arbeit
- wird in Zeitschrift oder Zeitung veröffentlicht
- beinhaltet Einführung ins Thema, Hintergrund zur Entstehung der Arbeit, Aufbau der Arbeit, Einschätzung
- schließt mit Fazit und Wertung

Protokoll


- hält die erarbeiteten Ergebnisse einer Gruppe fest
- wird in Verlaufs-, Diskussions- und Ergebnisprotokoll unterschieden
- gibt kurzen Überblick
- nicht detailliert
- beinhaltet wichtigste Angaben (Thema, Namen der Beteiligten, beantwortete und offene Fragen

Essay


- kurz und anspruchsvoll
- verfasst zu festem Thema
- Meinung des Autors steht im Vordergrund, sofern diese rational ist
- Entwicklung einer eigenen kritischen Haltung des Autors ersichtlich
- Gegenpositionen dürfen diskutiert werden
- häufiges Aufgreifen von Forschungskontroversen


Wie sind wissenschaftliche Arbeiten aufgebaut?

Der Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten ist annähernd gleich, wobei natürlich die jeweilige Textsorte eine Rolle spielt.
Bei einem Abstract, das nur 200 Wörter umfasst, werden viele Punkte weggelassen, damit beschränkt sich der Autor auf das Wesentliche. 

Die Arbeit beginnt mit dem Titelblatt, das die wichtigsten Angaben zur Arbeit enthalten muss: Name des Autors, Institution, Titel des Werks und Entstehungsdatum sind hier zu finden.

Zu bedenken ist, dass sich der Leser nach der Betrachtung des Titelblatts entscheidet, ob er weiterliest oder nicht. Die einzelnen Fachbereiche der Institute haben eigene Vorgaben, wie ein Titelblatt zu gestalten ist. 

Nach dem Titelblatt folgt das Inhaltsverzeichnis. Hier erliest sich die komplette Gliederung der Arbeit mit allen Kapiteln und Unterkapiteln. Das Inhaltsverzeichnis bietet überdies die Angabe der Seitenzahlen. 

Die Einleitung gehört zur wissenschaftlichen Arbeit bereits dazu, nicht jedoch das Vorwort. Angeführt werden hier die Problemstellung, Definitionen, Grenzen und Umfang der Arbeit. Auch die zu klärenden Fragen werden bereits angesprochen. 

Im Hauptteil finden sich die Problemstellung und deren Bearbeitung wieder, die eigene Argumentationskette wird geführt. Wichtig ist, dass der rote Faden beachtet wird und dass die einzelnen Kapitel auf geeignete Art und Weise miteinander verbunden werden. Eine reine Aufzählung der Sachverhalte sollte vermieden werden. 

Der Schlussteil wäre formal gesehen nicht zwingend nötig, wird aber bei den meisten Arbeiten erwartet. Hier werden die Ergebnisse noch einmal genau dargestellt, dabei werden die Resultate, die bereits im Hauptteil erwähnt wurden, nicht erneut aufgeführt. Der Schlussteil ist keine Zusammenfassung! Außerdem darf hier keine eigene Bewertung enthalten sein. 

Wichtig ist zudem das Literaturverzeichnis, in dem sämtliche Quellen angegeben werden. Die Auflistung erfolgt alphabetisch. 
Zuletzt folgt der Anhang, in dem die wichtigsten Materialien, die für die Entstehung der Arbeit relevant waren, enthalten sein müssen. 

Was macht der Korrektor oder Lektor an wissenschaftlichen Texten?

Wer sich bei der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit der Hilfe eines Korrektors oder Lektors bedient, kann auf professionelle Unterstützung bauen, die von Erfahrung und umfangreichem Sprachwissen gekennzeichnet ist.

Allerdings unterscheidet sich der Umfang der Leistungen bei Korrektor und Lektor enorm.

Während der Korrektor lediglich die reine Korrektur der Sprache vornimmt und hier darauf achtet, dass Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion stimmen, gehen die Leistungen des Lektors weit darüber hinaus.

Doch zuerst zur Arbeit des Korrektors.
Er kann bereits bei der Entstehung der Arbeit hinzugezogen werden und immer wieder die bereits fertiggestellten Kapitel überarbeiten. Er wird dies auch in Bezug auf die Formatierung tun und achtet hier auf jedes Detail.

Inhaltliche Korrekturen zählen aber nicht zu seinem Aufgabengebiet.
Das heißt, wenn sich bereits im ersten Kapitel ein inhaltlicher Fehler zeigt, auf den dann aber aufgebaut wird und auf dem die weiteren Forschungserkenntnisse in ihrer Darstellung basieren, so wird sich der Fehler aller Wahrscheinlichkeit nach fortführen und bis zum Ende der Arbeit bestehen bleiben.
Es ist nicht Aufgabe des Korrektors, solche inhaltliche Fehler zu erkennen und zu verbessern. Wer darauf jedoch keinen Wert legt bzw. die Arbeit durch einen anderen Wissenschaftler korrigieren lässt, ist mit der Hilfe eines Korrektors gut beraten. 

Der Lektor hingegen schaut auch auf die inhaltliche Gestaltung.

Zu empfehlen ist hier die Zuhilfenahme eines Wissenschaftslektors, denn er kennt sich mit dem jeweiligen Fachgebiet besonders aus und ist in der Lage, die inhaltlichen Zusammenhänge zu erkennen und nötigenfalls zu korrigieren. Auch er kann bereits zu Beginn der Arbeit beauftragt werden und arbeitet die einzelnen Kapitel ab.
Das hat den Vorteil, dass etwaige Anfangsfehler bei fortschreitender Arbeit vermieden werden, was den Korrekturaufwand in Grenzen hält. 

Nun übernimmt der Wissenschaftslektor aber auch noch weitere Leistungen und wird zum Beispiel für Druck und Binden der Arbeit sorgen.
Er kann sich auch um die Vermarktung derselben kümmern, sofern dies gewünscht ist.

Teilweise ersetzt er den Coach, der wiederum bei Schreibblockaden durchaus hilfreich sein kann. Wenn ein Fertigstellungsterm droht und der Autor der wissenschaftlichen Arbeit weder Ideen noch Lust zum Schreiben hat, kann der Coach mit Erfahrung und neuen Herangehensweisen dafür sorgen, dass sich die Schreibblockade löst.
Sicherlich kann hier auch der Lektor zum Teil weiterhelfen, doch dieser ist nun einmal kein Spezialist für die Motivation der Autoren bzw. zur Verbesserung der Schreiblust. Er bietet fachliche Unterstützung, sofern diese nicht durch einen anderen Wissenschaftler gegeben werden kann. 

Und wenn Sie auf diese Hilfen verzichten?
Natürlich ist es keine Vorgabe, einen Korrektor oder Lektor mit der Korrektur der wissenschaftlichen Arbeit zu beauftragen.

Auch der Studienfreund kann die Arbeit durchlesen und wird mit Glück und Können den einen oder anderen Fehler entdecken. Allerdings fehlt hier zum einen die professionelle Herangehensweise und zum anderen das sprachliche Fachwissen.

Nur die wenigsten Mitstudenten werden über ein so umfangreiches Sprachwissen verfügen, dass sie sämtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler erkennen werden.

Der Betreuer der Abschlussarbeit kann nicht zur Korrektur gebeten werden, immerhin soll er diese später bewerten und es ist das Ziel einer solchen Arbeit, darzustellen, dass sie allein durch den Autor angefertigt werden kann.

Bei Dissertationen oder Artikeln für Fachzeitschriften sind meist mehrerer Wissenschaftler aus einem Team an der Entstehung beteiligt, was wiederum das Erkennen von Fehlern erschwert. In dem Fall ist es also das Beste, auf die Hilfe eines Profis zu setzen. 

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