Der Dolmetscher


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Der Dolmetscher ist für die Übertragung der gesprochenen Sprache zuständig.

Er sorgt zum Beispiel bei Konferenzen und Tagungen dafür, dass sich alle Beteiligten untereinander verständigen können.
Der Dolmetscher benutzt dafür unterschiedliche Techniken.

So kommen das Simultan- oder das Konsekutivdolmetschen zum Einsatz.
Möglich ist auch die Übersetzung mit Hilfe der Gebärdensprache, was natürlich eine besonders hohe Anforderung an den Dolmetscher darstellt. 

Anforderungen an den Dolmetscher

Der Dolmetscher sieht sich im Vergleich zu einem Übersetzer einer Vielzahl von Schwierigkeiten gegenüber.
Er muss die Flüchtigkeit des Wortes hinnehmen, welches gesprochen wird.

© Rudie - Fotolia.com

Dolmetscher Ein Übersetzer kann eine Textpassage einfach noch einmal lesen, wenn Verständnisprobleme auftreten sollten.

Der Dolmetscher muss versuchen, seine Übersetzung der unterschiedlichen Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Beteiligten sprechen, anzupassen.

Beim Dolmetschen der Gebärdensprache kann es schwierig werden, die einzelnen Gesten richtig zu deuten, denn auch hier gibt es Unterschiede bei den Sprechern.

Außerdem stellt eine hohe Redegeschwindigkeit ein Problem dar, vor allem, wenn sie mit einer undeutlichen Aussprache einhergeht. 

Ein Dolmetscher sollte über eine abgeschlossene Ausbildung in diesem Fachbereich verfügen, auch wenn es sicherlich möglich ist, als Quereinsteiger Fuß zu fassen.

Im Rahmen der Ausbildung wird der Dolmetscher mit den Möglichkeiten vertraut gemacht, die ihm dank der Technik zur Verfügung stehen. 


Technische Hilfsmittel für den Dolmetscher

Bei vielen Veranstaltungen sitzen die Dolmetscher nicht neben den Personen, für die sie übersetzen sollen, sondern befinden sich gesondert in einer Kabine.

Hierher werden mittels eines Mikrofons die Textpassagen übertragen.
Der Dolmetscher übersetzt diese und spricht wiederum in das Mikrofon, so dass der Empfänger die Übersetzung erhält.

Dies stellt hohe Anforderungen an die Konzentration des Dolmetschers, weshalb bei einer längeren Tagung oder Besprechung häufig mehrere Dolmetscher beschäftigt sind, die sich etwa alle halbe Stunde abwechseln.

Die Dolmetschkabine ist mit verschiedenen technischen Mitteln ausgestattet, die auch eine Verstärkung des gesprochenen Wortes ermöglichen sowie Hintergrundgeräusche herausfiltern können. 

Die drahtlose Technik hat sich für Dolmetscher heute durchgesetzt.

Nur bei Besprechungen von kurzer Dauer oder in kleiner Gruppe sitzen die Dolmetscher noch neben den Personen, für die sie übersetzen sollen.

Das so genannte Flüsterdolmetschen, also das Übermitteln der Übersetzung in Form eines Flüsterns direkt an den Empfänger, ist inzwischen kaum noch zu finden. 


Sprachkombinationen der Dolmetscher

In der Regel beherrscht der Dolmetscher eine Sprache als Muttersprache, die andere Sprache ist eine erlernte.

Allerdings gibt es auch nicht wenige Dolmetscher, die zweisprachig aufgewachsen sind und aus diesem Vorteil nun einen Nutzen für ihren Beruf ziehen.

Gefragt sind heute vor allem eher seltene Sprachkombinationen, weil die Zahl derer, die zum Beispiel die Kombination Deutsch – Englisch oder Deutsch – Spanisch anbieten, stetig steigt.

Gefragter sind zum einen die Sprachen Asiens und hier vor allem Chinesisch, Japanisch oder Koreanisch.

Zum anderen geht es um Sprachkombinationen, wie Chinesisch – Spanisch, Arabisch – Französisch oder Russisch – Italienisch.

Viele Dolmetscher, die eine seltene Sprachkombination anbieten können – und auf hohem Niveau arbeiten – sind daher so gefragt, dass sie die Aufträge aus Wirtschaft und Industrie sowie von den Behörden und Organisationen kaum bewältigen können. 


Honorare der Dolmetscher

Wie jeder andere Freiberufler auch muss ein Dolmetscher sein Honorar den persönlichen Gegebenheiten anpassen.

Er muss sich daher zuerst auf dem Markt umsehen und sich orts- und tätigkeitsübliche Honorare als Vergleich suchen.

Daran kann er sich orientieren. Natürlich ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen.

Der Dolmetscher muss wissen, welche Ausgaben er mit den Einnahmen decken muss und wie hoch sein Gewinn sein soll. Es wird immer wieder Aufträge geben, bei denen das Honorar niedriger vereinbart wird als gewünscht.

Diese Aufträge punkten dann aber mit der Aussicht auf Folgeaufträge, mit Prestige und einer kostenlosen Marketingmöglichkeit. Vielleicht wird ein Dolmetscher einen Auftrag auch einfach nur aus Interesse annehmen und nicht, weil er so gewinnbringend ist.
Diese Aufträge dürfen natürlich nicht überhandnehmen, stellt sich doch die Gewinnsituation des Dolmetschers ansonsten als recht problematisch dar.

Berechnet der Dolmetscher sein Honorar, so muss er auch an die unproduktiven Stunden denken.

Dies sind Zeiten, in denen kein Auftrag bearbeitet wird, in denen aber zum Beispiel die Büroorganisation vorgenommen wird. Auch Marketing und das Schreiben von Angeboten und Rechnungen kosten Zeit.

Diese Zeit wird den Kunden in Rechnung gestellt – anteilig natürlich.

Außerdem müssen für die Berechnung die Stunden herangezogen werden, die im Jahr tatsächlich gearbeitet werden sollen.

Wer Wert auf Urlaub und die Einhaltung von Feiertagen legt, muss das berücksichtigen.
Am Ende ergibt sich für den Dolmetscher ein Stundensatz, der als Honorar den Kunden gegenüber präsentiert wird. 


Autor:

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