Der Fachübersetzer

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Fachübersetzer sind in erster Linie Sprachmittler.

Sie sind aber auch spezialisierte Profis auf einem ausgewählten Fachgebiet, haben selbst Medizin, Maschinenbau, Biologie oder eine andere Fachrichtung studiert.

Sie beherrschen die Terminologie des Fachbereichs, innerhalb dessen sie übersetzen.
Darüber hinaus sind sie sprachlich perfekt. 

Fachübersetzer arbeiten häufig im Team

© Kzenon - Fotolia.com Fachübersetzer Fachübersetzer sind keine Einzeltäter, sie müssen teamfähig und kontaktfreudig sein.

Sie arbeiten nach Rücksprache mit Fachtexter oder Fachlektor Änderungen in den Text ein.

Sie passen Bildunterschriften nach Änderungen im Originalmanuskript durch den Grafiker an.

Sie müssen sich an Termine halten, die durch einen Redakteur oder Lektor gehalten werden.

Wenn sie ihre Arbeit an der Übersetzung beendet haben, kann der Fachkorrektor oder der Wissenschaftslektor Änderungswünsche haben, die besprochen werden müssen.

Diese sind nicht immer relevant und können für die Übersetzung zum Nachteil gereichen.

Etwaige Erweiterungen des Originaltextes müssen nicht immer übernommen werden, das gesamte Übersetzungsteam wird allerdings über diese Änderungen abstimmen. 

Qualitätsmanagement für Fachübersetzer

Im Übersetzungsprozess erreichen Fachübersetzer durch den Einsatz von Terminologien das Qualitätsmanagement.

Häufig sehen sie sich vielfältigen Problemen gegenübergestellt: 

  • Es liegt kein ausreichender Kontext vor.
  • Es werden nur Wortlisten gegeben. 
  • Zu viele Synonyme werden angewendet. 
  • Für einzelne Begriffe gibt es unterschiedliche Schreibweisen. 
  • Es sind Terminologielücken vorhanden. 
Bei Fachübersetzungen kann es daher zu vielfältigen Fehlern kommen.

Allerdings sind nicht alle Fehler gleich wichtig und über einige wenige kann hinweggesehen werden.

Terminologie kann helfen, die wichtigsten Fehler aufzuspüren und zu vermeiden, was im Sinne des Qualitätsmanagements ist.

Gefunden werden Verstöße gegen den Style Guide, vergessene Übersetzungen, Sinnfehler und falsch geschriebene Wörter.

Auch Formatierungen und ein schlechter Sprachstil können mit der Terminologie aufgespürt werden. 

Die Phasen der Fachübersetzung

Im Folgenden zeigt die Übersicht den typischen Ablauf einer Fachübersetzung: 

Phasen einer Fachübersetzung Tätigkeiten
1. Vorbereitung

- Festlegen der Terminologien
- Analyse der Quelltexte
- Finden von Abkürzungen

2. Übersetzung

Übertragung des Fachtextes in die Zielsprache unter Zuhilfenahme von Wörterbüchern, Content-Management-Systemen, Thesaurus usw.

3. Qualitätssicherung der Übersetzung

Kontrolle der Übersetzung mit Hilfe von Terminologiedatenbanken

4. Rücksprache mit den Beteiligten

Korrektur durch den Fachkorrektor oder Fachlektor, Einarbeitung von textlichen Änderungen

5. Pflege und Ergänzung der Datenbestände

Pflege der Terminologiedatenbank, Einarbeiten neuer Fachbegriffe


Die Terminologien

Als Terminologie wird die Menge aller Ausdrücke eines Fachbereichs bezeichnet.

Das heißt, die von Laien als Fremdwörter verstandenen Fachbegriffe gehören zum üblichen Vokabular des Fachübersetzers.

Er übersetzt bei Bedarf lateinische Ausdrücke in der Medizin oder spezifische Teilebezeichnungen im Elektrobau.

Dabei geht es bei der Terminologie nicht nur rein um die eigentlichen Begriffe, sondern es handelt sich um eine Fachsprache, die teilweise über eine eigene Rechtschreibung und Grammatik verfügt.

Übersetzer müssen die Terminologien der Originalsprache ebenso kennen wie die der Zielsprache.

Sie verwenden neben dem eigenen Wissen auch Wörterbücher, Thesaurus und Synonymwörterbücher bei ihrer Arbeit.

Allerdings stellt sich im Sinne des Qualitätsmanagements die Frage, inwieweit ein Übersetzer dazu berechtigt ist, Synonyme in der Übersetzung anzuwenden.

Verfälscht dies nicht den originalen Ausdruck?

Es kommt hier auf das Feingefühl des Sprachmittlers an, der im Einzelfall entscheiden muss, ob ein Synonym eine ebensolche Ausdruckskraft besitzt wie der ursprünglich verwendete Begriff. 


Autor:

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