Der Übersetzer

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Ein freiberuflicher Übersetzer überträgt einen Text von einer Sprache in eine andere, ohne dass er eine Festanstellung bei einem Verlag oder Unternehmen innehat.

Diese etwas vereinfachte Definition des Übersetzers ist zwar treffend, umfasst jedoch bei Weitem nicht alles, was mit seiner Arbeit in Zusammenhang steht.
Zum einen kommt es auf die entsprechende Ausbildung an.

Denn auch wenn es Quereinsteigern theoretisch möglich ist, als Übersetzer Fuß zu fassen, so legen doch viele Auftraggeber auf eine gute Ausbildung, mit der die entsprechenden Fachkenntnisse einhergehen, wert. 

Die Ausbildung macht den Unterschied

Die meisten freiberuflichen Übersetzer sind Muttersprachler und beherrschen damit eine oder sogar zwei Sprachen aus dem Effeff.

Sie übersetzen in diese oder aus dieser Sprache und arbeiten für öffentliche Verwaltungen und Behörden, für Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie, für Dienstleister oder Privatpersonen.

Übersetzer Sicher ist diese Arbeit auch für jemanden möglich, der die Fremdsprache an einer Universität studiert hat und sich mit den theoretischen Regelungen der Sprache auskennt.

Allerdings fehlen diesen Personen die Feinheiten, die jemanden eine Sprache erst perfekt sprechen lassen.

Aufenthalte im Ausland sind daher unverzichtbar, um auch verschiedene Dialekte und die Anwendung der Sprache kennenzulernen.

Darauf aufbauend wird nicht selten ein Studium der Übersetzungswissenschaft gefordert.

Allerdings gibt es viele Auftraggeber, die mehr Wert auf die Fachpraxis legen und sich weniger an Zeugnissen und Abschlüssen orientieren.
Es heißt also für einen freiberuflichen Übersetzer, so zeitig wie möglich Referenzen zu sammeln. 

Gleichzeitig kann jemand, der zum Beispiel ein Studium der Medizin, der Rechtswissenschaften oder der Physik absolviert hat und das entsprechende Wissen mitbringt, die sprachlichen Fähigkeiten damit kombinieren und als Fachübersetzer tätig werden. 


Fortbildung des Übersetzers

Ein freiberuflicher Übersetzer muss sich regelmäßigen Weiterbildungen unterziehen.

Dabei geht es nicht nur um die fachliche Seite und das Frischhalten wichtiger Kenntnisse.

Immer wieder werden neue Werkzeuge mit in die Fortbildung einbezogen.

Wer bisher eher wenig auf technischem Gebiet bewandert war, wird sich vielleicht einer Weiterbildung unterziehen, bei der ihm die Inhalte der Softwarelokalisation oder des Content-Management-Systems erläutert werden. 

Viele Übersetzer beschäftigen sich auch mit Themen, die mehr mit der freiberuflichen Tätigkeit und weniger mit der Arbeit des Übersetzers direkt in Zusammenhang stehen.

Buchhaltung und Steuerwesen sind zum Beispiel zwei Themen, mit denen sich viele Übersetzer befassen – weil sie es müssen.

Sie brauchen die entsprechenden Kenntnisse einfach für ihre tägliche Arbeit und erleichtern sich diese, wenn sie sich das nötige Wissen aneignen. 


Die Arbeitsmittel des Übersetzers

Der Übersetzer arbeitet natürlich nicht nur mit dem Wissen, welches er im Kopf hat.

Er nutzt verschiedene Arbeitsmittel und Werkzeuge, um einen Text korrekt zu bearbeiten.

So zum Beispiel das Translation Memory.

Dabei handelt es sich um einen Übersetzungsspeicher, der vor allem bei Fachtexten zum Einsatz kommt.

Somit ist es nicht mehr nötig, einzelne Fachwörter oder Passagen eines Textes nachzuschlagen oder immer wieder neu zu übersetzen. Die Übersetzung ist rechnergestützt möglich. 

Neben dem Übersetzungsspeicher dienen die althergebrachten Wörterbücher und Lexika und nicht selten auch das Internet als wichtige Arbeitsmittel für einen Übersetzer.

Immer wieder wird er, auch bei entsprechender Fachkenntnis, auf Begriffe stoßen, die er nachschlagen muss.

Online-Wörterbücher sowie freie Übersetzerseiten helfen dabei. 


Alltäglichkeiten eines Übersetzers

Auch ein freiberuflicher Übersetzer bekommt seine Aufträge nicht auf dem Präsentierteller.

Er muss sich vor allem in seiner Anfangszeit darum bemühen, einen festen Kundenstamm aufzubauen.

Mit dem Sammeln von Referenzen ist es natürlich deutlich leichter möglich, an neue Kunden zu gelangen.

In der Anfangszeit der freiberuflichen Tätigkeit ist es daher empfehlenswert, sich so viele Kontakte wie möglich anzueignen.

Vielleicht lassen sich einige davon auch aus einer früheren Angestelltentätigkeit mitnehmen.

Ansonsten ist es für den Übersetzer wichtig, Networking zu betreiben.
Nicht vergessen werden darf der Einfluss der Mundpropaganda auf das Erlangen neuer Kunden und Aufträge.

Natürlich muss sich ein Übersetzer mit den für ihn möglichen Marketingmaßnahmen auskennen. 

Neben der Kundengewinnung steht das Schreiben von Angeboten auf dem täglichen Programm, auch Rechnungen und – ärgerlicherweise – auch Mahnungen müssen verfasst werden.

Ist ein Steuerberater verfügbar, kann zumindest die steuerliche Seite der Arbeit abgegeben werden.

Ansonsten muss sich der Übersetzer auch mit den Umsatzsteuervoranmeldungen, mit der jährlichen Steuererklärung und mit der allgemeinen Buchhaltung befassen.

Immer wieder steht auch die Neuberechnung seines Honorars an, wenn sich zum Beispiel zeigt, dass es doch allzu kundenfreundlich berechnet wurde oder wenn sich herausstellt, dass es für den aktuellen Markt zu hoch angelegt ist. 

Die Abrechnung des Übersetzers

Jede Abrechnung beginnt mit der Erledigung des Auftrags und der anschließenden Rechnungslegung.

Die Einnahmen werden verbucht und können im Rahmen der Steuererklärung mit den Ausgaben verrechnet werden.

Diese einfache Art und Weise der Gewinnermittlung steht Freiberuflern offen, die sich für die Kleinunternehmerregelung entschieden haben.

Das bedeutet, dass sie auf die Berechnung der Umsatzsteuer verzichten, gleichzeitig aber auch keine Vorsteuer abziehen dürfen.

Sie füllen das der Steuererklärung zugehörige Formular EÜR aus und haben ihre Pflichten getan. 

Andere Übersetzer, die also einen Gewinn von mehr als 17.500 Euro im Jahr verbuchen und damit nicht mehr als Kleinunternehmer gelten, müssen eine Bilanz erstellen.

Diese Freiberufler greifen meist auf den Steuerberater zurück, der ihnen Buchführung und Steuererklärung abnimmt. Sie sind zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Autor:

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