Viele Angestellte liebäugeln damit, sich als Lektor selbstständig zu machen, bzw. als Freiberufler zu arbeiten.
Doch der Sprung ins kalte Wasser ist oftmals zu riskant – warum dann nicht eine nebenberufliche Tätigkeit aufnehmen?
Auch im Nebenerwerb ist die Arbeit als Lektor möglich und bietet den Vorteil, hier Kontakte und Erfahrungen sammeln zu können.

Ob nun jemand als Angestellter in diesem Beruf Fuß fassen möchte oder bereits als Student, vielleicht auch erst als Rentner und sich damit die Rente aufbessern will oder ob Mütter und Väter in der Elternzeit die Nebenberuflichkeit ausprobieren, ist dabei gleich.
Wichtig ist jedoch, dass jeder seine Grenzen kennt – und damit sind nicht die Grenzen der eigenen Belastbarkeit gemeint, obgleich diese natürlich auch eine Rolle spielen sollten.
Vielmehr geht es um Stunden- und Zuverdienstgrenzen, die beachtet werden müssen. Werden diese überschritten, kann sich das finanziell so ungünstig auswirken, dass es sich gar nicht mehr lohnt, als Freiberufler zu arbeiten. Dann wird eventuell das Elterngeld gestrichen, weil mehr als 30 Stunden in der Woche gearbeitet wird.
Rentner müssen Steuern zahlen, weil sie zu viel verdienen, Studenten müssen sich selbst krankenversichern oder Empfänger von Hartz IV bekommen die Leistung gekürzt.
Zu beachten gibt es für jede Gruppe etwas. Doch wer sich an diese Grenzen hält, kann die Nebenberuflichkeit sehr gut dafür nutzen, eine eventuelle Hauptberuflichkeit vorzubereiten.
Vielleicht soll auch nur die Haushaltskasse mit Teilzeit-Selbstständigkeit aufgebessert werden. Häufig ist es aber so, dass – zumindest bei erfolgreicher Tätigkeit als nebenberuflicher Freiberufler – dass die Zeit irgendwann nicht mehr ausreicht und die Arbeitszeit im Hauptjob gekürzt werden muss, wenn dieser nicht völlig aufgebeben werden soll.
Auch dafür gibt es Regelungen und wenn keine wichtigen betrieblichen Gründe entgegen stehen, muss der Arbeitgeber dem Antrag auf Teilzeittätigkeit stattgeben.
Wichtig ist aber, dass aus dieser Tätigkeit immer noch die Haupteinnahmen stammen, andernfalls wird die selbstständige nebenberufliche Tätigkeit als Lektor nicht mehr als Nebenerwerb angesehen, sondern als Haupterwerb.
Immer mehr Verlage und Medienunternehmen stellen sich auf die Verwendung von so genannten DTP-Programmen ein.
Das macht es auch für Lektoren immer wichtiger, sich mit diesen Programmen zu befassen und sie ausreichend beherrschen und anwenden zu können.
Layout-Programme haben in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert bekommen. Waren sie anfangs fast nur für Grafiker oder Bildjournalisten notwendig, so sind sie jetzt aus dem Alltag eines Lektors nicht mehr wegzudenken.
Ein besonders wichtiges Programm ist das so genannte InDesign, für das von unterschiedlichen Akademien und Weiterbildungseinrichtungen Ausbildungen und Kurse angeboten werden.
Mit Hilfe dieses Programms kann der Lektor ihm gegebene Daten so vorbereiten, dass viele Schritte zur weiteren Datenverarbeitung entfallen können. Ergänzend dazu sei das InCopy zu erwähnen, mit dessen Hilfe Bildzuordnungen vorgenommen werden können.
Insgesamt können mit dem entsprechenden Layout-Programm also Daten verarbeitet werden, es können ganze Texte formatiert werden und es ist möglich, Bilder in einen Text einzufügen. Je nach Programm besteht sogar di Möglichkeit, dass mehrere Mitarbeiter gleichzeitig auf eine Datei zugreifen können, was die Arbeit ungemein erleichtert, wenn an einem Manuskript mehrere Lektoren tätig sind.
Das Korrekturlesen auf Papier, das lange Zeit die Grundlage der Arbeit eines Lektors bildete, verliert immer mehr an Bedeutung. Der Vorteil der digitalen Verarbeitung liegt auf der Hand.
Hier kann der Lektor direkt Änderungen und Korrekturen im Text vornehmen und diese dem Autor als Vorschlag anbieten. Ob der diese dann annimmt, bleibt ihm überlassen.
In jedem Falle ist es weitaus einfacher, Änderungen direkt vorzunehmen, als sie zuerst auf Papier niederzuschreiben und später in die Datei einzufügen. Als technische Voraussetzung muss dann aber auch das entsprechende Layout-Programm vorhanden sein, mit dem der Autor des Manuskripts gearbeitet hat und mit dem der Lektor Änderungen einarbeiten kann. Dafür ist eine umfassende Ausbildung in dem jeweiligen Programm zur Layout-Erstellung notwendig.
Wenn Sie als Lektor freiberuflich tätig sind, müssen Sie natürlich auch für die eigene Altersvorsorge etwas tun.
Hier bietet sich zum Beispiel für Sie als Freiberufler die Rürup-Rente an. Diese gilt zwar als relativ unflexibel, weil sie zwar ruhen kann, Sie als Versicherter aber an Ihr Geld nicht herankommen. Andererseits ist es eine sichere Altersvorsorge, die auch vor der Anrechnung auf das Arbeitslosengeld II geschützt ist.
Wenn die Geschäfte also einmal schlechter laufen sollten und Sie eventuell sogar Insolvenz als Freiberufler anmelden müssen, so beantragen Sie sicherlich das so genannte Hartz IV.
Normalerweise müssen für die Bewilligung von Hartz IV die Vermögenswerte zu einem gewissen Maße verwertet werden, sprich, Sparguthaben dürfen nur noch begrenzt verfügbar sein, Wertgüter müssen verkauft werden usw.
Wenn Sie nun eine private Zusatzversicherung, wie zum Beispiel eine Lebensversicherung, haben, müssen Sie auch diese verkaufen um von dem Erlös die Ausgaben für das tägliche Leben decken zu können. Bei einer Rürup-Rente hingegen wird das Geld nicht angerechnet.
Allerdings dürfen Sie auch nicht kurz vor der Insolvenz eine größere Menge Geldes auf das Konto der Rürup-Rente einzahlen und so in Sicherheit bringen.
Neben diesem Vorteil, der gerade für einen Freiberufler nicht unbedeutend sein dürfte, steht bei der Rürup-Rente auch der steuerliche Vorteil, das heißt die Abzugsfähigkeit der Beiträge von der Steuer. Sie werden bei der Steuererklärung als Sonderausgaben deklariert und können so geltend gemacht werden.
Wer es verpasst hat, in 2010 einen Vertrag für die Rürup-Rente als Freiberufler abzuschließen, kann dennoch von den Sparmöglichkeiten profitieren.
Erst einmal eines vorweg:
Die Rürup-Rente eignet sich nicht für jeden, wer aber ansonsten nur geringe Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann von der Rürup-Rente profitieren. Damit lässt sich das eigene Einkommen deutlich mindern, was wiederum bedeutet, dass weniger Steuern zu zahlen sind. Der Gewinn wird dadurch kaum beeinflusst.
Ab 2010 gilt, dass die Beiträge für die Rürup-Rente abgesetzt werden können, wenn das Produkt durch das Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert wurde und somit als Altersvorsorgevertrag anerkannt ist.
Der Anbieter des Vertrags muss den Antrag auf Zertifizierung aber bis Ende des Jahres 2010 gestellt haben. Nur dann kann der Antrag auf Sonderausgabenabzug von Erfolg gekrönt sein.
Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für die freiberufliche Lektoren, Arbeitnehmer profitieren weniger davon.
Wichtig zu wissen ist, dass die Rürup-Rente erst nach dem 60. Geburtstag ausgezahlt werden darf.
Verstirbt der Versicherte davor, so erben die Hinterbliebenen nur, wenn eine entsprechende Regelung im Vertrag vorgesehen war. Denn ansonsten gehen die eingezahlten Beträge in den Besitz der Versicherungsgesellschaft über. Eine solche Regelung ist jedoch mit höheren Beiträgen verbunden. Wie hoch das Risiko ist, dass dieser Fall eintreten könnte, muss jeder selbst einschätzen und auch wissen, ob er den Fall absichern möchte oder nicht.
Die spätere Rente muss versteuert werden.
Wer sie bis 2015 in Anspruch nimmt, muss nur rund 70 Prozent der Beträge versteuern, ab 2040 wird der volle Betrag zur Besteuerung fällig
Das Thema Coworking ist für Lektoren von besonderem Interesse.
‘Denn hier können Sie nicht nur andere Lektoren kennen lernen, sondern auch von deren Wissen profitieren.
Gerade als Lektor ist es doch häufig so, dass man sich in seinem Büro verschanzt – mit Kunden zwar Kontakt hat, dieser sich aber nicht selten auf den E-Mail Verkehr und auf das Telefon beschränkt.

Das führt über kurz oder lang zur Vereinsamung und nicht jeder kann damit umgehen, sich mit niemandem weiter über das berufliche Leben auszutauschen.
Die Familie hat hier schließlich auch nur begrenzt Einblick.
Auf den Treffen der Coworker nun, bei den Workshops oder Tagungen können Sie andere Lektoren kennen lernen. Sie können sich mit ihnen zu verschiedenen Themen austauschen und entdecken vielleicht ganz neue Möglichkeiten, was Ihre eigene Arbeit angeht.
Die Kreativität wird gesteigert und eventuell entdecken Sie den einen oder anderen Punkt, den Sie in Zukunft anders machen können.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, hier Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit zu knüpfen.
Das kann durchaus lohnend sein, wenn Ihnen ein Auftrag vorliegt, der inhaltlich vielleicht nicht unbedingt zu Ihrem Spezialgebiet gehört. Sie können einen solchen Auftrag annehmen und weiterreichen, müssen den Kunden damit also nicht vor den Kopf stoßen und können ihn auch in Zukunft zu Ihren Kunden zählen.
Das Coworking kann für Sie auch von Interesse sein, wenn Sie einen Auftrag mit größerem Volumen angenommen haben und einen freien Mitarbeiter dafür beschäftigen müssen.
Ist der nötige Arbeitsplatz für diesen Mitarbeiter nicht vorhanden, so können Sie ihm diesen in einem der so genannten Coworking Spaces bieten. Hier gibt es komplett ausgestattetet Büros, die für eine begrenzte Zeit angemietet werden können
Kennen Sie das?
Sie arbeiten an einem Manuskript – natürlich hat der Autor seine Abgabezeit bis zum letzten ausgereizt – und das Telefon klingelt. Sie sollen noch etwas anderes übernehmen, was natürlich dringend ist.
Dann steht ein Kunde in der Tür – der sich selbstverständlich nicht angemeldet hatte – und will die Besprechung, die eigentlich für morgen angesetzt war, schon heute abhalten.
Sofort, wenn es geht. Gerade als Freiberufler sind Sie auf Aufträge angewiesen und können es sich nicht leisten, einen Kunden zu verprellen, also nehmen Sie sich natürlich die Zeit.
Die Folge ist, dass wieder einmal eine Nachtschicht eingelegt werden muss. Auf Dauer führt das zu Stress, der aber abgebaut werden muss.

Legen Sie sich daher eine Anti-Stress-Strategie zurecht. Die sieht so aus, dass Sie zuerst einmal alle Faktoren herausfinden müssen, die bei Ihnen persönlich zu Stress führen.
Dabei wird in innere und äußere Faktoren unterschieden. Bei oben genanntem Beispiel ist der Kunde, der plötzlich aufgetaucht ist, der äußere Faktor, auch der Zeitmangel, der durch die verspätete Abgabe entstanden ist, kann hierzu gezählt werden. Als innerer Faktor kommen Unruhe und die Angst davor, nicht fertig zu werden oder in der Eile Fehler zu machen, hinzu. Sind also die Stressfaktoren eliminiert, kann dazu übergegangen werden, sie zu vermeiden.
Zeitmangel lässt sich durch eine bessere Organisation vermeiden.
Planen Sie mehr Zeit für die Bearbeitung von Aufträgen ein, setzen Sie dem Autor zum Beispiel einen früheren Termin. Sehen Sie in Ihrem Zeitplan Zeiten für Unvorhergesehenes vor, wie eben Kundengespräche. Planen Sie am besten den Tag im Voraus.
Mit der besseren Organisation geht eine höhere innere Ruhe einher, so dass Sie leistungsfähiger und produktiver arbeiten können. Mit dem Abbau von Stress erhöht sich Ihre eigene Zufriedenheit und sie werden wieder belastbarer und zufriedener.

Eines ist allen Nutzern von Computern klar:
Der Rechner muss gegen unerwünschte Angriffe von außen geschützt sein. Allerdings muss es nicht immer die teuerste Lösung sein, ein bisschen Arbeit und Zeit muss aber investiert werden.
Rund zehn Minuten pro Woche sollten als Lektor, Übersetzer oder Texter für den Schutz des Rechners vor Viren und Co. eingeplant werden.
Dass Trojaner oder Viren, die es ermöglichen, den Rechner fremd zu steuern, auf selbigem sind, ist manchmal nur schwer feststellbar.
Sie nisten sich tief im Rechner ein und fallen nicht auf. Sie können über verseuchte E-Mails oder USB-Sticks auf den Rechner gelangen. Auch einige Webseiten versuchen, gefährliche Daten zu platzieren, wenn man auf ihnen unterwegs ist. Auch Chatprogramme können zum Einfallstor werden.
Zuerst einmal gehört auf jeden Rechner eines Freiberuflers ein Virenschutzprogramm. Dabei ist zu bemerken, dass auch die kostenlosen Programme ihren Dienst mehr als gut erfüllen.
Security Essentials oder Anti Vir sind durchaus empfehlenswert. Die Suche nach schadhaften Programmen oder nach Viren sollte alle zwei Wochen durch den Freiberufler gestartet werden. Außerdem muss die Windows-Firewall installiert sein.
Zusätzlich sollte ein Programm für den Schutz vor Trojanern auf dem PC installiert sein. Hier ist unter anderem Spybot – Search and Destroy zu empfehlen. Einmal pro Woche ein Durchlauf des Programms genügt.
Zusätzlich sollten eingehende Warnmeldungen überprüft werden. E-Mails mit unbekanntem Absender sollten nicht geöffnet werden und auch angeblich lustige Videos oder Fotos sind mit Vorsicht zu genießen.
Außerdem sollten sichere Passwörter gewählt werden, die natürlich nicht fein säuberlich in einer Liste auf dem Rechner zu finden sein sollten.
Wer ein Buch geschrieben hat, das nicht nur dem eigenen Niederschreiben von Gedanken dienen soll, will dieses natürlich auch veröffentlichen.
Dass das nicht so einfach ist, zeigen die vielen erfolglosen Versuche von Autoren, die sich an die verschiedenen Verlage gewendet und ihr Manuskript eingereicht haben.
Per Standardablehnung wird es postwendend zurückgeschickt. Da verlässt viele der Mut.
Wie man dennoch zu einer Veröffentlichung kommt?
Man wendet sich an einen so genannten Zuschuss-Verlag.
Dieser übernimmt die Veröffentlichung jedweder Arbeit so scheint es.
Der Autor wird gebauchpinselt, ihm wird ein Erfolg des Buches vorhergesagt – aber nicht fest versprochen, natürlich – und er willigt nur zu gern in die Konditionen des Verlages ein, nach all der Lauferei um einen Vertrag mit einem Verlag.
Die Verlage, die so vorgehen, haben meist sehr klangvolle Namen und beeindrucken mit einem sagenhaften Imponiergehabe.

Vertrag mit Zuschuss-Verlag – Ksoten übernimmt der Autor
Den Vertrag bekommt der Autor schon vor einem Treffen mit dem Lektor zugeschickt und er kann ihn sich in aller Ruhe durchlesen.
Daher verwundert es eigentlich, dass er dennoch bereit ist, diesen Vertrag zu unterschreiben.
Allerdings werden auch nicht alle Kosten, die auf den Autor zukommen, im Vertrag erwähnt, häufig werden sie nur auf Anfrage erklärt und erscheinen dann als zu tätigende Ausgabe.
Der Autor zahlt für den Druck des Buches, wobei er meist zwischen zwei oder drei Varianten wählen kann, er zahlt für die Werbung und er zahlt für seine eigenen Buch-Exemplare, die von anderen Verlagen normalerweise kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Es wird teilweise sogar ein Vertrag vom Bund Deutscher Schriftsteller empfohlen. Nun klingt das zwar sehr gut und seriös, allerdings hat dieser Bund nichts mit dem Verband Deutscher Schriftsteller zu tun, daher ist es völlig egal und überhaupt nicht seriös, was er empfiehlt.
Wer also als Autor am Ende nicht draufzahlen will, sollte seinen Vertrag und den zugehörigen Verlag genauestens prüfen und gegebenenfalls lieber bei einem anderen Verlag oder einem Literaturagent etwas hartnäckiger sein, sich nicht sofort mit dem Ablehnungsschreiben zufrieden geben.
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