Wer ein Buch geschrieben hat, das nicht nur dem eigenen Niederschreiben von Gedanken dienen soll, will dieses natürlich auch veröffentlichen.
Dass das nicht so einfach ist, zeigen die vielen erfolglosen Versuche von Autoren, die sich an die verschiedenen Verlage gewendet und ihr Manuskript eingereicht haben.
Per Standardablehnung wird es postwendend zurückgeschickt. Da verlässt viele der Mut.
Wie man dennoch zu einer Veröffentlichung kommt?
Man wendet sich an einen so genannten Zuschuss-Verlag.
Dieser übernimmt die Veröffentlichung jedweder Arbeit so scheint es.
Der Autor wird gebauchpinselt, ihm wird ein Erfolg des Buches vorhergesagt – aber nicht fest versprochen, natürlich – und er willigt nur zu gern in die Konditionen des Verlages ein, nach all der Lauferei um einen Vertrag mit einem Verlag.
Die Verlage, die so vorgehen, haben meist sehr klangvolle Namen und beeindrucken mit einem sagenhaften Imponiergehabe.

Vertrag mit Zuschuss-Verlag – Ksoten übernimmt der Autor
Den Vertrag bekommt der Autor schon vor einem Treffen mit dem Lektor zugeschickt und er kann ihn sich in aller Ruhe durchlesen.
Daher verwundert es eigentlich, dass er dennoch bereit ist, diesen Vertrag zu unterschreiben.
Allerdings werden auch nicht alle Kosten, die auf den Autor zukommen, im Vertrag erwähnt, häufig werden sie nur auf Anfrage erklärt und erscheinen dann als zu tätigende Ausgabe.
Der Autor zahlt für den Druck des Buches, wobei er meist zwischen zwei oder drei Varianten wählen kann, er zahlt für die Werbung und er zahlt für seine eigenen Buch-Exemplare, die von anderen Verlagen normalerweise kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Es wird teilweise sogar ein Vertrag vom Bund Deutscher Schriftsteller empfohlen. Nun klingt das zwar sehr gut und seriös, allerdings hat dieser Bund nichts mit dem Verband Deutscher Schriftsteller zu tun, daher ist es völlig egal und überhaupt nicht seriös, was er empfiehlt.
Wer also als Autor am Ende nicht draufzahlen will, sollte seinen Vertrag und den zugehörigen Verlag genauestens prüfen und gegebenenfalls lieber bei einem anderen Verlag oder einem Literaturagent etwas hartnäckiger sein, sich nicht sofort mit dem Ablehnungsschreiben zufrieden geben.
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